Brexit – Aktueller Kenntnisstand

Seit der Abstimmung über den EU-Austritt herrscht Berichten zufolge große Unsicherheit in verschiedenen Industriesektoren. In einem kürzlich veröffentlichten Logistikbericht der britischen Freight Transport Association (FTA) wurde festgestellt, dass sich die Mitglieder über die potenziellen Auswirkungen des Brexits „weniger als hinreichend informiert“ fühlen. LSi und Carousel helfen Ihnen dabei, sich auf diesem unbekannten Terrain zurechtzufinden und sicherzustellen, dass Ihre Lieferkette bestmöglich aufrechterhalten bleibt.

 In diesem Blog möchten wir einige zentrale sowie interessante Ereignisse schildern, die sich seit der Ankündigung des Brexits im Mai 2016 ereignet haben.

Solange die volle Tragweite des Brexits noch nicht gänzlich bekannt ist, können seine Auswirkungen im Vereinigten Königreich möglicherweise größer sein als angenommen. Unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen über Handelsabkommen mit der EU kann es sein, dass sich das Vereinigte Königreich an zusätzliche Import- und Exportverfahren halten muss. Und genau hier, bei der Bewältigung dieser Aussichten, können LSi und Carousel Ihrer Lieferkette einen echten Mehrwert verschaffen.

Wie  ist der aktuelle Stand?

Die britische Regierung beabsichtigt, mit der EU über den Warenverkehr zu verhandeln. Die Möglichkeiten sind zwar noch offen, könnten jedoch Folgendes umfassen:

  • Verbleib im EU-Binnenmarkt auf unbestimmte Zeit oder für eine Übergangszeit
  • Vereinbarung einer Zollunion mit der EU
  • Aushandlung eines umfassenden Freihandelsabkommens (FHA)
  • Anwendung eines Modells der Welthandelsorganisation (WTO)

Die Ausarbeitung von Freihandelsabkommen nimmt für gewöhnlich einige Zeit in Anspruch, weshalb viele der Meinung sind, dass das Inkrafttreten eines Abkommens dieser Art bis zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU eher unwahrscheinlich ist. In einem solchen Fall kann es sein, dass Übergangsmaßnahmen getroffen werden müssen.

Folgendes wissen wir sicher: Die Situation, was Rechtsvorschriften im Bereich Logistik anbelangt, ist zwar noch unklar, doch wir sind zuversichtlich, dass die heute geltenden Rechtsvorschriften bis mindestens März 2019 bleiben werden, wie sie sind. Dies verschafft LSi/Carousel Zeit, sich mit Kunden, Lieferanten und Partnern zu beratschlagen, um die erforderlichen Entwicklungen zu prüfen und sicherzustellen, dass der Brexit eine Chance für alle Lieferketten darstellt, flexibel und reaktionsfähig zu bleiben.

Eine Möglichkeit, wenn kein neues Abkommen erzielt werden kann, besteht darin, nach einem Modell der Welthandelsorganisation (WTO) zu verfahren. Unter den Vorschriften der WTO wären das Vereinigte Königreich und die EU verpflichtet, untereinander die Tarife und sonstigen Handelsbeschränkungen anzuwenden, die für den Rest der Welt gelten. Während dies in kommerzieller Hinsicht die ungünstigste Option sein mag, sind viele der Ansicht, dass diese Option die größten Auswirkungen haben wird und es deshalb möglicherweise erforderlich ist, darauf vorbereitet zu sein.

Wir wissen, dass die Regierung, neben dem Versuch ein neues Abkommen mit der EU zu erzielen, sich auch darum bemüht, dass die eigenen Zoll-/Verbrauchssteuerregelungen und -prozesse des Vereinigten Königreichs weiterhin wirksam bleiben. Dies ist daher etwas, das im Detail analysiert werden muss.

Das Thema Technologie wird zweifellos eine zentrale Rolle dabei spielen, wie britische Unternehmen mit den Brexit-Auswirkungen umgehen werden, da Technologie eine bessere Sichtbarkeit und Effizienz entlang der Lieferkette bietet. (Carousel hat erst kürzlich ein Whitepaper zum Thema Technologie im Logistikbereich veröffentlicht, das hier als interessante Lektüre zu diesem Thema verfügbar ist.)

 Die Auswirkungen auf Lieferketten – eine Übersicht

Die Einführung einer Zollgrenze zwischen dem Vereinigten Königreich und Europa wird zweifellos neue Kosten für Unternehmen mit sich bringen. Einige der ersten Konsequenzen könnten sein:

  • Zusätzliche Zollabgaben
  • Höhere Kosten für Einfuhr-/Ausfuhrerklärungen
  • Höhere Transaktionskosten

 Der Brexit verfügt zudem über das Potenzial, erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Güterverkehrsmarkt zu haben. Diese Auswirkungen könnten Folgendes umfassen:

  • Höhere interkontinentale Volumina
  • Verringerte europäische Eingangsvolumina aufgrund höherer Kosten
  • Möglicherweise höhere Ausfuhrvolumina aufgrund eines schwächeren Pfunds
  • Längere Transitzeiten für grenzüberschreitende Transporte
  • Mehr Aufwand, was Zolldokumente anbelangt, und eine größere Nachfrage nach Expertendienstleistungen im Bereich Logistik.

Betrachtet man die Lieferkette im weiteren Sinne, könnten weitere Auswirkungen folgendes umfassen:

  • Mehr Produktion im Vereinigten Königreich aufgrund höherer Ausfuhrgebühren
  • Mehr lokale Lieferketten, da EU-Importe teurer werden
  • Herausforderungen bei der Einstellung von Arbeitnehmern (insbesondere Fahrern) aufgrund von Immigrationsvorschriften
  • Migration von paneuropäischen Verteilerzentren auf das europäische Festland.

Unternehmen wie Ihres werden verständlicherweise motiviert sein, die Auswirkungen des Brexit‘s so rasch wie möglich zu erkunden, insbesondere dahingehend, welche Chancen und Herausforderungen damit einhergehen. Bei so viel Unsicherheit darüber, was die Zukunft bringen wird, ist dies keine einfache Aufgabe.

Wir sind hier, um zu helfen!

Mit unseren insgesamt mehr als 45 Jahren Erfahrung im Umgang mit Zollbehörden stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Die Experten von LSi und Carousel, sind gut positioniert, um Ihnen die Orientierung in Sachen Brexit zu erleichtern, selbst zu diesem noch sehr frühen Zeitpunkt.

Unser gut geschultes Personal kümmert sich täglich um Einfuhr- und Ausfuhr-Zollabfertigungen für Hunderte von Kunden. Wir arbeiten eng mit Zollbehörden zusammen und kommunizieren mit diesen täglich über unsere direkten Kontakte. Darüber hinaus haben wir, um unseren Kunden noch größere Vorteile zu verschaffen, maßgeschneiderte Vereinbarungen mit Zollbehörden in Nicht-EU-Ländern, wie etwa in der Schweiz und in Norwegen, getroffen.

Des Weiteren stellen Handelsverbände wie die britische Freight Transport Industry eine Fülle an Informationen und Ressourcen zur Unterstützung von Unternehmen bereit. Sie dienen außerdem als zentraler Knotenpunkt für aktuelle Informationen, damit Sie auf dem Laufenden bleiben können.

Was nun? Ihre Mitwirkung ist gefragt!

Falls Sie, was den Brexit anbelangt, Bedenken haben oder mehr darüber erfahren möchten, wie andere Unternehmen sich vorbereiten, dann wird unser in Kürze erscheinendes Whitepaper, das sich näher mit diesem Thema beschäftigt, für Sie von Interesse sein.

Das Whitepaper selbst wird Gedanken und Einblicke von einigen der größten Firmen Europas enthalten und die erwarteten Auswirkungen erkunden, die der Austritt aus der EU aus britischer und deutscher Sicht haben wird.

Falls Ihre Firma an diesem Forschungsprojekt mitwirken möchte, senden Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihren bevorzugten Kontaktdaten. Wenn Sie nur eine Kopie des fertigen Whitepapers erhalten möchten, melden Sie Ihr Interesse bitte über den nachfolgenden Link an.

Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts werden am 15. März 2018 auf unserem nächsten Luncheon-Event in Mayfair (London) präsentiert. Melden Sie sich noch heute für die Teilnahme an. Zögern Sie nicht, denn die Anzahl der Plätze ist begrenzt!

Carousel und LSi werden Sie über unseren internetbasierten Insights Hub weiterhin über sämtliche neuen Brexit-Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Sollten Sie in der Zwischenzeit Anliegen oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte unter der Rufnummer +49 (0)89 – 96 01 59 0 (Deutsches Büro) oder +44 01795 413 602 (Britisches Büro), um mit einem Mitglied des Teams zu sprechen.